UND DANN

Sie trägt meist schwarz, doch ihr Schaffen ist weiß.
Nicht als Leere, sondern als Möglichkeit, nicht als Stille, sondern als Widerhall.

Da ist ein Hemd, das Worte atmet.
Ein Stein, der Leichtigkeit hält.

Ein Satz, der einfach ist,
ein Wort, das verpackt zur Frage wird.

 

Und dann ist ein Statement und lässt dabei alles offen. Es ist eine Liebeserklärung an das Wort. Weiß. Analog. Greifbar.

Barbara Klein
Papier türmt sich zur Architektur des Ungesagten.
„Zuerst denken, dann schreiben.“ Ein Mantra.

Buchstaben lösen sich auf, versiegelt in kleinen Schachteln.
Verstreut auf dem Boden, zerschnitten und doch nicht verloren.

Sprache wird zu Materie, Bedeutung ist nicht fest, sondern flüssig, nicht linear, sondern im Kreis gedacht.

Ein Stein der Ballons hält – zurückhalten tut er sie dennoch nicht.
Vielleicht gibt er ihnen Richtung. Vielleicht aber auch nicht.

Das Papier bleibt, doch was darauf geschrieben steht, bleibt es auch?

Und dann?

Eine Ausstellung, die nicht zeigt, sondern fragt.
Die keine Antworten gibt, sondern Möglichkeiten eröffnet.
Sie interpretiert nicht, sondern entfaltet sich. In einem Raum, der nicht nur Worte trägt, sondern Gedanken freisetzt.
 
Text: André Cis
Fotografie: Julius Hirzberger